Untersuchungen belegen: Wer gut im Smalltalken ist, der hat mehr Erfolge im Job und kommt besser voran.
Die Fähigkeit zur guten Kommunikation ist ein echter Erfolgsfaktor.
Stellen Sie sich vor, dass Sie zum Bewerbungsgespräch eingeladen werden. Sie haben bisher eine super Vita hinter sich gebracht, Ihre Unterlagen entsprechen dem allerneuesten Stand, und das Interview lief auch einigermassen. Jetzt werden Sie noch den künftigen Kollegen/-innen vorgestellt. Doch Sie bekommen den Mund nicht auf, nach ein paar Worten stockt das Gespräch wieder. Ihr Mitbewerber am nächsten Tag hat zwar kein Praktikum in Japan vorzuweisen. Seine Noten sind auch nicht ganz so gut wie Ihre. Aber er ist nicht auf den Mund gefallen. Er weiss sich gut im Gespräch zu behaupten, beeindruckt die Assistentin des Chefs gleich mit einem netten Kompliment und erzählt beim Essen, wie er beim letzten Praktikum mal einen wichtigen Kunden in einer kritischen Situation überzeugen konnte. Dabei stellt er auch Fragen, hört zu und wirkt aufmerksam und interessiert. Was glauben Sie, wer den Job bekommt? Natürlich der gesprächige Bewerber. Zum einen hat er die Kollegen/-innen davon überzeugt, dass er ein umgänglicher Mitarbeiter ist, mit dem man gerne die nächsten Jahre Tür an Tür arbeiten will. Zum anderen hat er den Chef überzeugt, dass er auch bei Kunden oder Dienstleistern eine gute Figur machen wird. Die Fähigkeit zum Small Talk ist eine «weiche» Eigenschaft, die nirgends in den Bewerbungsunterlagen steht. Aber sie wird geprüft. In der heutigen Geschäftswelt ist sie wichtiger als so manche "harte" Eigenschaft. Wer gut im Smalltalken ist, wer verbale Angriffe schlagfertig kontern und seine Interessen auch aktiv vertreten kann, der hat mehr Erfolge im Job und kommt besser voran. Das ist inzwischen auch durch Untersuchungen belegt. Doch wie geht eigentlich Smalltalken? Der versierte Small Talker spricht fremde Menschen über ein unverbindliches Thema an und hält dieses Gespräch auch in Gang. Gesprächseinstiege gibt es viele: Wetter, Sport, Urlaub oder ein aktuelles Thema wie die schöne Büroeinrichtung. Bitte keine negativen oder kritischen Themen wie Religion, Politik oder ähnliches verwenden. Der gute Small Talker stellt viele Fragen. Er nutzt 70 Prozent seiner Gesprächszeit zum Zuhören. An ihn gestellte Fragen beantwortet er kurz und präzise und verbindet sie vielleicht mit kleinen Geschichten, die Interesse an seiner Person wecken oder zum Thema passen. Er signalisiert zudem durch seine Körpersprache, vor allem durch den Blickkontakt, dass er am Gegenüber Interesse hat und ihm auch wirklich zuhört. Probieren Sie es einfach einmal aus. Und üben Sie, wo es nur geht. Small Talk kann man lernen und als eigene Erfolgstechnik ausbauen und nutzen.
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