Die «Students of the Year» 2010 im Portrait
Als Susanne Wechsler den Newsletter der HSG St. Gallen las, wurde sie auf ein Inserat aufmerksam: In jenem suchte «Universum» in Partnerschaft mit renommierten deutschen Unternehmen den «Student of the Year» - unter anderem im Bereich «Social Responsibility». «Das passt zu mir», dachte sich die 24-jährige Studentin, die in St. Gallen Strategy und International Management studiert. Und machte Nägel mit Köpfen. Auf den letzten Drücker habe sie ihre Bewerbungsunterlagen und einen Aufsatz mit dem Titel «Ist unternehmerischer Erfolg und moralisches Handeln vereinbar?» eingesendet. Und hat prompt gewonnen. «Ich habe mich riesig gefreut. Auch weil ich für die Preisverleihung nach Berlin reisen durfte», erzählt die Lindauerin. Susanne Wechsler, die in ihrer Freizeit gerne Städte besucht, Klavier spielt und Sport treibt, war begeistert von dem Anlass. «Ich hatte an den Universum Awards die Möglichkeit viele Kontakte mit hochkarätigen Unternehmen zu knüpfen», so Wechsler. «Und das Tolle war: Die Unternehmen kamen auf mich zu. Sie haben mir gratuliert und mich über ihre Einstiegsmöglichkeiten informiert». Susanne Wechsler wurde quasi umworben und erhielt an einem Abend mehrere Visitenkarten von Personalverantwortlichen grosser deutscher Unternehmen. Ausserdem hat sie ein Auslandspraktikum bei Ernst&Young gewonnen. «Das kann ich allerdings erst im nächsten Frühling machen, da ich vorher noch meine Masterarbeit abschließen muss», erzählt sie. Sie sei bereits in Kontakt mit den Verantwortlichen von Ernst&Young, die ihr viele Freiheiten in der Wahl des Orts und der Dauer des Praktikums liessen würden. «Sie kamen enorm herzlich auf mich zu», so Wechsler. Am liebsten würde die 24-Jährige für drei Monate nach New York. Ihre weitere Zukunft steht noch in den Sternen. Susanne Wechsler kann sich gut vorstellen, später in einem Unternehmen zu arbeiten, in dem sie als Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Sozialem fungieren kann. «Ich denke, das ist eine meiner Stärken: Leute in diesem Bereich zusammenzubringen». Zeppelinflug als Preis Die Stärken von Tobias Stangl wiederum liegen in einem anderen Bereich: Der Bayer studiert Wirtschaftsingenieurwissenschaften an der Technischen Universität München und hat sich deshalb für den «Automative Award» beworben. «Ich habe selbst an der ‹Student Survey› von Universum teilgenommen und wurde dabei auf den Preis ‹Student of the Year› aufmerksam gemacht», erzählt Stangl. Der 25-Jährige gewann einen Zeppelinflug beim weltweit führenden Automobilzulieferer in der Antriebstechnik und Fahrwerktechnik ZF Friedrichshafen. «Ausserdem wurde ich auf einen VIP-Rundgang im Unternehmen eingeladen». Die Preisverleihung in Berlin habe bei ihm bleibende Eindrücke hinterlassen: «Bevor ich auf die Bühne musste, war ich schon etwas nervös», erzählt der Student. Die Atmosphäre im altehrwürdigenden Kaisersaal sei schlichtweg «überwältigend» gewesen. Auch er nutzte den Abend nicht zuletzt, um interessante Kontakte zu knüpfen. «Es kamen mehrere Personalleiter auf mich zu und informierten mich über Traineeships und Praktika bei ihrem Unternehmen». Außerdem erhielt er von Continental das Angebot, während seines bevorstehenden Auslandsemesters in Singapur in der dortigen Dependance zu arbeiten. «Ich kann den Preis jedem definitiv weiterempfehlen», sagt Stangl. Seine berufliche Zukunft sieht Tobias Stangl übrigens im Inhouse Consulting, zum Beispiel bei einem Automobilhersteller. Eher in den Bereich Luft- und Raumfahrttechnik zieht es die 25-jährige Bianca Gursky. Deshalb hat sich die Studentin auch für den «Aviation Student of the Year»-Award beworben. «Als ich gesehen habe, dass man ein Praktikum bei Europas grösstem Luft- Raumfahrt- und Rüstungskonzern EADS in Singapur gewinnen kann, habe ich meine Bewerbungsunterlagen eingesendet.» Als klar war, dass sie den Preis gewonnen hatte, habe sie sich wahnsinnig gefreut. «Meine Familie hingegen war erstmal entsetzt», erzählt sie lachend. Sie habe ihre Familie im Vorfeld gar nicht informiert, dass sie sich für den «Student of the Year»-Award beworben habe. Und plötzlich hieß es dann: «Übrigens, ich gehe im Herbst für ein halbes Jahr nach Singapur». Mittlerweile haben sich aber alle – Familie und Freunde – an die bevorstehenden Umstände gewöhnt. Und freuen sich mit Bianca Gursky. Die 25-Jährige erhofft sich von diesem Praktikum nicht nur wertvolle berufliche, sondern auch persönliche Erfahrungen. «Ich werde mich wohl mit meinem Englisch durchschlagen können», meint sie, «aber ich würde auch gerne das eine oder andere Wort Chinesisch lernen». Ihr Maschinenbaustudium wird sie – wenn alles gut geht – im nächsten Jahr abschließen. «Am liebsten würde ich dann als Ingenieurin in der Luft- und Raumfahrttechnik-Branche arbeiten». Kontakte mit möglichen Unternehmen konnte sie an den «Universum Awards» genügend knüpfen. «Es war ein rundum gelungener Anlass», lautet das Fazit der Studentin.
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