Beruflichen Erfolg bekommt man nicht geschenkt, sondern muss ihn sich verdienen. Careerstep gibt Ratschläge, wie.
Beruflichen Erfolg bekommt man nicht geschenkt, sondern muss ihn sich holen, davon bin ich nach dem Coaching angehender Führungskräfte inzwischen fest überzeugt. Viele Menschen verstehen diesen elementaren Zusammenhang jedoch nicht.
Aussagen wie: «Mein Studienkollege hat schon nach der Probezeit mehr verdient als ich, dabei habe ich doch den besseren Abschluss und leiste auch sonst viel mehr, das ist ungerecht», höre ich oft in meinen Trainings. Genau diese Haltung ist jedoch falsch. Richtig ist vielmehr, sich zu fragen, was der Kollege eigentlich hat, was ich nicht habe.
Denn Erfolge im Job kommen nicht nur durch die bessere Ausbildung oder andere Fähigkeiten. Erfolgreiche Menschen vermarkten sich einfach besser als weniger erfolgreiche. Tue Gutes und rede darüber, so kann ich das auf eine kurze Formel bringen. Gerade Berufseinsteiger müssen diesen Zusammenhang schnell verstehen, können doch schon zu Beginn eines Jobs wichtige Weichen für seine erfolgreiche Zukunft gestellt werden. Selbstmarketing meint nicht, sich nach oben zu buckeln oder zu schleimen. Natürlich wird man für seine Karriereplanung gute Netzwerke und ein gelegentliches Mittagessen von Förderern brauchen. Selbstmarketing meint vielmehr, die eigenen Interessen selbstbewusst zu vertreten, seinen Platz sicher auszufüllen und das zu fordern, was einem zusteht. Das fängt an beim festen Händedruck und dem sicheren Blick in die Augen des Gegenübers, wenn man einen neuen Kontakt in der Geschäftsführung erhält, setzt voraus, dass man sicher und souverän präsentieren kann, und umfasst die innere Einstellung, dass man es noch weit bringen wird. Doch wie funktioniert ein erfolgreiches Selbstmarketing? Mit den folgenden Tipps verbessern Sie Ihren eigenen Auftritt und Ihren beruflichen Erfolg.
Fragen Sie sich mal ganz ehrlich, ob Sie diese Person – sich selbst – fördern oder gar befördern würden? Machen Sie dazu eine kritische Selbstanalyse. Legen Sie drei Blätter auf den Schreibtisch, eines für sich, eines für Ihren Chef und eines für ein unbeteiligtes Publikum. Schreiben Sie auf, wie Sie aus der jeweiligen Perspektive wahrgenommen werden. Wirken Sie jetzt immer noch so gut, wie sie immer dachten? Welche Person wollen Sie darstellen? Eine zuverlässige, souveräne Mitarbeiterin, die Verantwortung übernehmen kann, oder einen ausgeflippten Kreativen, der ständig neue Ideen kreiert? Dann kleiden Sie sich auch entsprechend. Gehen Sie mal wieder neu einkaufen, sortieren Sie Ihren Kleiderschrank und investieren Sie in eine Stilberatung. Denn ein häufiger Stilwechsel suggeriert Unstetigkeit und verhindert, dass sich Ihre Kollegen und Vorgesetzten ein stimmiges Bild von Ihnen machen können. Heute Femme fatal, morgen Durchschnittstyp in Jeans, übermorgen schicke Geschäftsfrau, das funktioniert nicht. Überlegen Sie auch, ob Sie Ihre Mitarbeiter und Kunden in ihrem derzeitigen Outfit wirklich ernst nehmen. Krawatte mag bei manchen verpönt sein. Einen Bankdirektor überzeugen Sie aber kaum in einer alten Jeans. Welche Ziele haben Sie? Nehmen Sie sich ein Stück Papier und notieren Sie Ihr Ziel. Formulieren Sie dieses positiv und realistisch. Sagen Sie Ihrem Unterbewusstsein, dass der Zielzustand schon in der Gegenwart erreicht ist.
Wenn sie zum Beispiel Ihre Selbstsicherheit erhöhen möchten, dann sagen Sie sich: «Ich bin selbstsicher und trete souverän auf». Das Unterbewusstsein wird dies für die Realität halten und sich darauf einstellen. Was brauchen Sieausserdem auf dem Weg zu Ihrem Ziel? Ein Präsentationstraining? Einen Ratgeber? Feedback? Notieren Sie alles und legen Sie einen konkreten Termin für die Umsetzung fest.
Recken Sie sich, strecken Sie sich, lächeln Sie sich morgens mindestens eine Minute im Spiegel an: Sie werden erstaunt sein, was passiert. Ihr Körper produziert sofort Glückshormone, die den Tag positiv starten lassen. Dieses Lächeln übertragen Sie ganz automatisch auf Ihre Kollegen oder Kunden. Die Dinge gelingen Ihnen wie nie zuvor. Nebenbei: Erfolgreiche Menschen haben fast immer eine positive Ausstrahlung.
Wenn Sie mit etwas unzufrieden sind, sprechen Sie es an. Das zeigt, dass Sie sich Gedanken machen und lösungsorientiert arbeiten. Starten Sie zur Übung mit einem einfachen Thema wie Unordnung in der Büroküche. Fragen Sie Ihre Kollegen: Was können wir tun, damit wir die Unordnung in den Griff bekommen? Diese Übung macht Sie sicher und bereitet Sie auf wichtige Themen vor.
Was Sie heute von sich denken, wird sich morgen erfüllen. Wenn Sie heute von sich denken, dass Sie ein Gewinner sind, werden Sie auch gewinnen. Wenn Sie jedoch denken, dass Sie es nicht schaffen werden, dann schaffen Sie es auch höchstwahrscheinlich nicht.
Tun Sie die Dinge, die Sie tun, auch begeistert und voller Elan. Menschen möchten begeistert werden. Und wenn Ihnen etwas nicht passt, dann ändern Sie es. Wenn Sie es nicht ändern können, dann akzeptieren Sie es. Wenn Sie es auch nicht akzeptieren können, dann gehen Sie. Manchmal bringt Sie auch ein Jobwechsel weiter.
Empfehlungen und Beziehungen sind der Schlüssel zum Erfolg. Netzwerke basieren auf Geben und Nehmen. Viele Menschen wollen jedoch nur nehmen und sich und Ihre Dienstleistung verkaufen. Geben Sie! Bieten Sie Kontakte und Kooperation an. Helfen Sie anderen weiter. Diese anderen werden dann auch an Sie denken. Überlegen Sie auch, mit wem Sie sich umgeben. Wenn Sie viele erfolglose Menschen in Ihrem Netzwerk oder Ihrer Umgebung haben, wird der Erfolg auch Sie nicht finden.
Sie haben Ihre Aufgaben erfolgreich erledigt? Dann erzählen Sie es weiter und berichten Sie vor allem Ihrem Vorgesetzten davon. Profilieren Sie sich, machen Sie auf sich aufmerksam. Heute ist nicht mehr der Arbeiter im stillen Kämmerlein gefragt. Und Ihr Chef registriert Ihre Leistung einfach besser, wenn Sie ihn extra darauf hinweisen. Warten Sie keinesfalls darauf, dass ihre Leistung von alleine gesehen wird. Sie wird es nicht. Das ist zum Beispiel ein typischer Fehler, der Frauen immer wieder unterläuft. Also, erwähnen Sie Ihre Arbeit, bringen Sie sich ins Gespräch. Damit Sie und nicht Ihr Kollege die nächste Sprosse erklimmt.
Eine Schwangerschaft gegenüber seinem Chef oder seiner Chefin zu kommunizieren, erfordert Fingerspitzengefühl und richtiges Timing.
Was viele Internetnutzer erfreut, ist Arbeitgebern ein mächtiger Dorn im Auge: Facebook und andere Social Networks.