Einige Jahre nach dem ersten Hochschulabschluss lohnt sich eine Weiterbildung auf akademischen Niveau.
Management-Know-how tanken oder sich doch lieber fachlich spezialisieren? Einige Jahre nach dem ersten Hochschulabschluss ist es oft diese Frage, die sich stellt, wenn man mit einer Weiterbildung auf akademischem Niveau liebäugelt.
Welche Studiengänge wann Sinn machen und was die Titel bedeuten, soll in diesem Artikel näher erläutert werden. Wann macht ein MBA Sinn? Hier spielt die ursprüngliche Ausbildung eine wesentliche Rolle, denn ein MBA kann unter bestimmten Umständen tatsächlich neue berufliche Dimensionen eröffnen.
Für so manchen – gerade aus dem technischen und naturwissenschaftlichen Bereich – kann der Titel zu einem Ausweg aus einer Karrieresackgasse werden, gelangen Fachspezialisten doch oft erst mit entsprechenden Zusatzqualifikationen in entscheidungsverantwortliche Führungspositionen, für die sie im Erststudium nicht vorbereitet wurden.
Der MBA kann in einem solchen Fall als Türöffner für generalistische Funktionen in der Betriebswirtschaft und Unternehmensführung wirken, denn in solchen Gefilden sind strategisches Denken und interdisziplinäre Fähigkeiten gefragt.
Man kann davon ausgehen, dass ein MBA-Abschluss an einer wenig bekannten Schule eine eher geringe Schubkraft für die Karriere entwickelt. Angesichts der nicht unerheblichen finanziellen und zeitlichen Aufwendungen, die eine akademische Weiterbildung mit sich bringt, sollte diesem Aspekt deshalb eine gewisse Aufmerksamkeit geschenkt werden, bevor man sich entscheidet.
Der Abschluss an einer wirklich renommierten und international zertifizierten Business School lohnt sich deshalb vor allem dann, wenn mit einem solchen Titel konkrete und wesentliche Karriereschritte verknüpft werden sollen.
Wenn bei einem Einstellungsentscheid zwei Kandidaten eine vergleichbare Ausbildung und Praxis vorweisen können, nur einer aber die Zusatzqualifikation eines angesehenen MBA vorweisen kann, ist dies sicherlich ein «Killerkriterium». Vor allem dann, wenn die Kandidaten noch verhältnismäßig jung sind und erst wenige Jahre Praxiserfahrung vorweisen können.
Bei älteren Kandidaten mit langjähriger Praxiserfahrung und entsprechendem Leistungsausweis kann wiederum davon ausgegangen werden, dass ein MBA-Abschluss für die Kandidatenpräferenz nicht mehr dieselbe Gewichtung erfährt.
Wer sich auf einem bestimmten Gebiet spezialisieren möchte, ist mit einem Nachdiplomstudium gut bedient. Deshalb ist ein «Master of Advanced Studies» gerade für Ingenieure und Naturwissenschaftler eine ideale Weiterbildungsmöglichkeit.
Aber auch wer beispielsweise nach dem Universitätsabschluss eine wichtige allgemeine Zusatzqualifikation erwerben will, die das Diplom auf ideale Weise ergänzt (z.B. in Informatik), kann auf das vielseitige Angebot zurückgreifen. Der große Vorteil eines MAS ist die flexible und modular aufgebaute Struktur, die der rasanten Veränderungsgeschwindigkeit beruflicher Anforderungen auf optimale Weise begegnet.
Es wird heutzutage angesichts des scheinbar inflationären und unüberschaubaren Weiterbildungsangebots und der verschärften Konkurrenzsituation unter den Bildungsinstitutionen viel über die mögliche Entwertung von Bildungszertifikaten gesprochen.
Was aber ein solcher Abschluss – gleich welcher Art – gegenüber dem Arbeitgeber auf jeden Fall demonstriert, ist die Bereitschaft des Kandidaten, sich weiterzuentwickeln und mehr zu leisten als andere. Dies stellt in Karrieresituationen oft ein wesentliches Signal dar, das in seiner Wirkung auf Einstellungs- und Beförderungsentscheide nicht unterschätzt werden sollte.
MBA-Absolvent Christian Portela über die Türen, die ihm der MBA-Abschluss öffnete.
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