Merck KGaA Was macht das Arbeiten bei Merck aus? Wie kann der Einstieg bei Merck funktionieren? Michelle Bock berichtet von Ihrem Werdegang.
Michelle Bock arbeitet seit 2005 als Project Manager im Business Change Management für den Bereich Corporate Strategy, Organization and Processes. Zu ihren Aufgabenbereichen gehören die Anleitung von lokalen Change Managern im Rahmen eines strategischen Programms zur weltweiten Harmonisierung der Prozesse und Daten in den Tochtergesellschaften von Merck, die Durchführung von Management Workshops sowie die Umsetzung globaler Kommunikationsaktivitäten im Zuge des Programms. Frau Bock, wie war der Weg vom Studium zu Merck? Ich habe Internationales Management studiert und 2005 mein Diplom abgeschlossen. Während meines Studiums machte mich eine Kommilitonin auf Merck aufmerksam, so dass ich 2003 ein Praktikum im Bereich Human Resources absolviert habe, das sehr gute Studenten auch nach ihrem Einsatz bei Merck fördert. Im Anschluss daran wurde ich in das Student Excellence Program (STEP) aufgenommen. 2004 folgte ein weiteres 6-monatiges Praktikum bei Merck in Mumbai, Indien. Nach Abschluss meines Studiums habe ich dann das Angebot angenommen, für 4 Monate die Projektkoordination bei der Erstellung eines Bewerberportals bei Merck in Taipei, Taiwan zu übernehmen und bin schließlich fest bei Merck eingestiegen. Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus? Die Harmonisierung von Prozessen und Daten in allen Tochtergesellschaften ist ein Unternehmensziel von Merck. Dazu haben wir globale Change Management Konzepte entwickelt, die die Anpassung der lokalen Organisationen an die neuen Prozesse unterstützen und darüber hinaus die Bereiche Training, Kommunikation und HR umfassen. Meine tägliche Arbeit ist neben dem initialen Training der lokalen Change Manager vor dem Projekt, vor allem durch Abstimmungstermine, Telefonkonferenzen und Kommunikation per E-Mail gekennzeichnet. Darüber hinaus bin ich im Schnitt einmal im Monat vor Ort in den Tochtergesellschaften, bei denen aktuell eine Implementierung stattfindet, um mich mit den lokalen Change Managern auszutauschen, persönlich an Terminen teilzunehmen und Workshops durchzuführen. Im Zuge dessen war ich unter anderem bereits in Brasilien, Indonesien, Mexiko und den USA tätig. Welche Fähigkeiten sind für diese Tätigkeit wichtig? Mein Studium hat mir sehr geholfen, den Blick über den Tellerrand zu wagen. Schnelles Eindenken in neue Themen ist ein wichtiger Aspekt meiner Arbeit, denn ich muss in der Lage sein auch bei inhaltlich fremden Themen einzuschätzen, welche Maßnahmen sich daraus für die Mitarbeiter ergeben. Flexibilität hinsichtlich sich verändernder Rahmenbedingungen, Strukturiertheit, Kommunikationsstärke, Offenheit gegenüber anderen Kulturen sowie Empathie für die Bedürfnisse und die Bedenken der involvierten Mitarbeiten helfen, in diesem dynamischen und internationalen Projektumfeld zu bestehen. Welche Tipps haben Sie für einen erfolgreichen Einstieg in das Berufsleben? Während des Studiums sollten Sie sich möglichst breit aufstellen. Es ist wichtig flexibel zu bleiben und nicht starr auf eine bestimmte Position hinzuarbeiten. Dies kann durch verschiedene Jobs und Praktika während des Studiums geschehen. Manchmal können sich daraus Möglichkeiten ergeben, die im Vorfeld so nicht absehbar waren. Wichtig ist es unterschiedliche Erfahrungen zu sammeln und sich selbst dabei treu zu bleiben. Für mich war entscheidend, dass ich international tätig sein kann, keinen Routinejob habe und immer wieder mit unterschiedlichen Themen und Menschen zu tun habe.