Brose Gruppe Andreas Kälberer liess sich während eines Projekts von Brose begeistern und ging nach seinem Einstieg für das Unternehmen in die USA und nach Japan.
Wie sind Sie zu Brose gekommen und welche unterschiedlichen Karrierestationen haben Sie durchlaufen? Das Unternehmen lernte ich 2003 über ein Beratungsprojekt kennen: Ich arbeitete seinerzeit für ein Beratungsunternehmen, und wir hatten den Auftrag Brose in unternehmens-strategischen Fragen zu unterstützen. Ich war schon während der Projektphase von dem Familienunternehmen begeistert. Es überzeugte mich durch seine systematische und problemorientierte Denk- und Arbeitsweise. Es gab eindeutige Verantwortlichkeiten, kurze Entscheidungswege und unbürokratische Abläufe. Außerdem gefiel mir das spannende wie dynamische automobile Umfeld. Deshalb habe ich auch nach Projektende den Kontakt zu Brose gehalten und bin zwei Jahre später ins Unternehmen in der zentralen Organisation eingestiegen. Etwa ein Jahr darauf wechselte ich in die Unternehmensplanung und wurde zugleich Assistent des Vorsitzenden der Geschäftsführung. Im Zuge dieser Tätigkeit fasste ich den Entschluss, dass ich bei meinem nächsten Karriereschritt operativ und vor allem international arbeiten wollte. Während dieser Zeit konnte ich nach einem Auswahlprozess auch an dem internationalen Talent Circle-Programm des Unternehmens teilnehmen. Es bereitete mich optimal auf anspruchsvolle internationale Aufgaben in Führungs- bzw. Projektleitungsfunktionen vor. 2007 wurde mir dann angeboten, eine Position an einem Auslandsstandort zu übernehmen. Ich hatte die Wahl zwischen Shanghai und Detroit. Meine Wahl fiel auf einen Einsatz in den USA. Dort war ich für japanische Projekte tätig. Das kam mir sehr entgegen, denn ich hatte während meines Studiums einen Auslandsaufenthalt in Japan absolviert. Wie ging es mit Ihrer Karriere weiter? Nachdem ich drei Jahre in Detroit als Kundenteamleiter für die Entwicklung und Industrialisierung von vier japanischen Sitzprojekten verantwortlich war, hatte ich die Chance, in Japan meine Projekte weiter voranzutreiben. Ich habe am Standort Nagoya 2010 meine jetzige Arbeit in dem Arbeitsgebiet fortgesetzt, den ich in Detroit übernommen hatte. Vor allem der Aufbau dieses neuen Bereichs bereitet mir große Freude. Was war Ihnen bei Ihrer Karriere immer wichtig? Für mich war stets die internationale Ausrichtung ein wesentliches Kriterium. Doch fast ebenso wichtig ist für mich die Attraktivität der Stelle: Bietet sie Gestaltungs-freiräume für unternehmerisches Handeln? Kann ich schnell, einfach und unkompliziert vorgehen und mich verantwortungsvoll für die Firmenziele einsetzen? Hier lässt Brose keine Wünsche offen. Inwiefern haben Sie von Ihren Auslandserfahrungen profitiert? Einschneidend für mich sind die Erfahrungen, dass landestypische Kulturen Offenheit für eine unterschiedliche Herangehensweise an Aufgaben erfordern und ich zugleich durch Einblicke in an-dere Gepflogenheiten meinen eigenen Horizont erweitern kann. Typischerweise habe ich auch eine größere Verantwortung zu tragen, denn man ist im Ausland mehr auf sich selbst gestellt. Was raten Sie jungen Talenten, die eine gewisse Zeit im Ausland arbeiten wollen? Offen sein für Ungewohntes, keine Angst haben, aus der eigenen, vertrauten Umgebung herauszugehen und bereit sein, stets Neues zu lernen.